Urlaub heißt für mich nicht Entspannen. Urlaub heißt Erinnern.
Nicht an Hotels oder Flugzeiten. Sondern an Plastikfiguren vom „Giornalaio“ in Italien – kleine Cowboys und Indianer, eingetütet mit der Magie einer ganzen Welt. An Comics, an billige Spiele wie Sheriff und Polizist. An Bomboloni am Gardasee – riesig, klebrig, voller Marmelade und Glück.
Meine Mutter hatte nicht viel Geld. Aber mir hat nie etwas gefehlt. Ein Zelt, ein bisschen Sonne, ein Campingplatz. Und ich durfte einfach nur Kind sein. In ihrer Nähe. Das war genug.
Später wurde Urlaub mehr als Ferien. Er wurde Geschichte. Am Balatonsee, da war ich fünfzehn, habe ich meine erste Frau kennengelernt. Eine Sommergeschichte, aus der Kinder wurden.Ich erinnere mich an die besonderen Züge durch den Osten, als die Berliner Mauer noch stand – mit ernsten Polizisten und einem Gefühl, dass man unterwegs war in eine ganz andere Welt.Heute denke ich: Unglaublich, dass mein Vater das damals erlaubt hat. Wir hatten unsere Differenzen – aber dafür bin ich ihm dankbar.
Ich denke an Griechenland, an Kozani – eine kleine, warme Stadt, die durch meine damalige Freundin Teil meines Lebens wurde.Ich habe dort liebevolle Menschen kennengelernt – einfache, herzliche Begegnungen, in kleinen Läden und Bäckereien, wo man mich wie einen alten Freund behandelt hat.
Ich erinnere mich an die alten Männer, die abends draußen Karten spielten, an winzigen Tischen in den Kafenios, mit einem Glas Wasser, einem Kaffee, einem Lächeln.Da war keine Einsamkeit. Nur Gemeinschaft. Und diese stille Freude, die entsteht, wenn man sich gesehen fühlt – auch ohne viele Worte.
Und heute?
Seit acht Jahren reise ich mit meiner Partnerin und ihren Kindern.Korfu. Italien. Und manchmal einfach zu uns selbst.Urlaub heißt für mich, für einen Moment aus der Zeit zu fallen – und das Leben zu spüren.
Denn die echten Erinnerungen haben keinen Filter.
Kein WLAN. Und kein Preisschild.
Sie riechen nach Erinnerung Und sie bleiben.
Was bedeutet Urlaub für dich? "Improvisation ist die wahre Superkraft im Urlaub." 😄📱In diesem Bild siehst du, wie ich – aus der Not heraus – eine Handyhalterung gebaut habe: mit einer alten Kiste und einem Glasreiniger.Nicht schön, aber funktional. Und ehrlich gesagt: Ich war ein bisschen stolz.
Denn genau darum geht’s doch oft im Leben – nicht um Perfektion, sondern um Kreativität, um kleine Lösungen und um den Moment, in dem man einfach lacht, weil’s irgendwie klappt.
Kennst du solche Urlaubskonstruktionen auch?


