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Milton Erickson Hypnose: Praxisleitfaden für Therapeuten


Der Therapeut nutzt Aufzeichnungen zur Erickson-Hypnose in seiner Arbeit.

Die Ericksonsche Hypnose ist eine indirekte, ressourcenorientierte Form der Hypnotherapie, die individuelle Sprachmuster, Metaphern und die sogenannte Utilisation nutzt, um therapeutische Veränderungen anzustoßen. Für Therapeuten, Coaches und Heilpraktiker bedeutet das konkret: Sie arbeiten mit dem, was der Klient mitbringt, statt ein Skript abzulesen. Widerstände werden integriert, nicht bekämpft. Trance entsteht oft beiläufig, mitten im Gespräch.

 

Drei Praxisvorteile, die den Ansatz für Fachleute besonders attraktiv machen:

 

  • Flexibilität: Die Methode passt sich dem Klienten an, nicht umgekehrt. Kein festes Protokoll, das bei unerwarteten Reaktionen versagt.

  • Widerstandsintegration: Analytische oder skeptische Klienten, die klassische Direktsuggestion ablehnen, lassen sich über indirekte Sprachmuster und Metaphern oft deutlich leichter erreichen.

  • Breite Anwendbarkeit: Von klinischer Psychotherapie über Schmerzmanagement bis zu Coaching-Zielen wie Selbstwirksamkeit oder Prüfungsangst.

 

Kurz gesagt: Wer in der Praxis mit heterogenen Klientengruppen arbeitet, braucht diesen Ansatz. Er ist kein Spezialwerkzeug für Ausnahmefälle, sondern eine Grundhaltung, die jede Sitzung flexibler macht.

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

Wer war Milton H. Erickson und warum prägt er die Hypnotherapie bis heute?

 

Milton H. Erickson wurde 1901 in Nevada geboren und starb 1980 in Phoenix, Arizona. Er war Psychiater und gilt als der einflussreichste Hypnotherapeut des 20. Jahrhunderts. Sein Weg dorthin war alles andere als geradlinig.

 

Als Jugendlicher erkrankte Erickson an Kinderlähmung und war zeitweise vollständig gelähmt. Er lernte, seinen eigenen Körper durch intensive Beobachtung und innere Vorstellung wieder zu mobilisieren. Hinzu kamen Farbenblindheit und Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, die ihn zwangen, Kommunikation auf eine Weise wahrzunehmen, die die meisten Menschen nie entwickeln: Er las Körpersprache, Tonfall und minimale Reaktionen mit einer Präzision, die seine spätere Arbeit direkt prägte. Diese biografischen Erfahrungen formten seine Überzeugung, dass jeder Mensch über innere Ressourcen verfügt, die nur aktiviert werden müssen.

 

Vier Entwicklungsschritte, die seinen Einfluss auf die moderne Hypnotherapie erklären:

 

  1. Abkehr von Direktsuggestion: Erickson erkannte früh, dass autoritäre Befehle bei vielen Klienten Widerstand erzeugen. Er entwickelte permissive, indirekte Formulierungen.

  2. Utilisation als Prinzip: Statt störende Verhaltensweisen zu unterdrücken, baute er sie in den therapeutischen Prozess ein.

  3. Naturalistische Induktion: Trance entstand in normalen Gesprächen, ohne formelle Einleitung und ohne dass Klienten immer wussten, wann sie eintraten.

  4. Ressourcenorientierung: Das Unbewusste galt ihm nicht als Problem, sondern als Lösungsquelle.

 

Sein Einfluss reicht weit über die Hypnotherapie hinaus. Die Begründer des Neurolinguistischen Programmierens, Richard Bandler und John Grinder, analysierten Ericksons Sprachmuster systematisch und entwickelten daraus das sogenannte Milton-Modell. Die Milton H. Erickson Gesellschaft (M.E.G.), gegründet 1978, trägt seinen Ansatz bis heute in die deutschsprachige Ausbildungslandschaft.

 

Was macht die Ericksonsche Hypnose aus? Die Kernprinzipien im Überblick


Übersichtsgrafik: Zentrale Prinzipien der Hypnose nach Milton Erickson

Der Stil lässt sich nicht auf eine Technik reduzieren. Es ist eine Haltung, die sich in mehreren Prinzipien ausdrückt.

 

Die sechs zentralen Prinzipien:

 

  1. Utilisation: Alles, was der Klient mitbringt, wird genutzt. Skepsis, Unruhe, ein zuckendes Bein, ein Kommentar über das Wetter. Widerstände und Eigenheiten werden in den Tranceprozess integriert, statt als Hindernis behandelt zu werden. Beispiel: „Und während Sie diese Unruhe spüren, können Sie bemerken, wie sie sich langsam verändert…“

  2. Indirekte Suggestion: Statt „Schließen Sie die Augen“ heißt es „Vielleicht möchten Ihre Augen irgendwann schwerer werden.“ Die Kontrolle bleibt beim Klienten. Das reduziert Widerstand und erhöht die Akzeptanz.

  3. Metaphern und Geschichten: Erickson erzählte Geschichten, die auf mehreren Ebenen gleichzeitig wirkten. Eine Geschichte über einen Baum im Sturm kann Resilienz ansprechen, ohne das Wort je zu nennen.

  4. Naturalistische Induktion: Trance entsteht beiläufig, eingebettet ins Gespräch. Klienten wissen oft nicht genau, wann sie eingetreten sind. Diese „Wach-Trance-Verwischung“ reduziert Erwartungsdruck und Angst vor Kontrollverlust.

  5. Pacing und Leading: Zuerst spiegelt der Therapeut das aktuelle Erleben des Klienten (Pacing), verknüpft es dann (Linking) und führt ihn sanft in einen neuen Zustand (Leading). Die Phasen fließen ineinander über, sie sind kein starres Schema.

  6. Ressourcenorientierung: Das Unbewusste gilt als Quelle von Lösungen, nicht als Ort verdrängter Probleme. Sprachmuster des Milton-Modells arbeiten mit bewusster Vagheit, um innere Suchprozesse anzuregen: „Sie können auf eine Art und Weise entspannen, die für Sie genau richtig ist.“

 

Was alle Prinzipien verbindet: Der Therapeut folgt dem Klienten, nicht dem Skript. Das erfordert Präsenz und Flexibilität, keine Perfektion in der Technik.

 


Eine erfahrene Therapeutin gibt Einblicke in die Grundlagen der Hypnose nach Erickson.

Wie wenden Sie Ericksonsche Techniken konkret an?

 

Der schnellste Einstieg in die Praxis ist die naturalistische Induktion kombiniert mit Pacing und Leading. Sie funktioniert in Coaching-Gesprächen genauso wie in klinischen Sitzungen.

 

Schritt-für-Schritt: Eine kurze naturalistische Induktion (2–3 Minuten)

 

  1. Pacing starten: Beschreiben Sie, was der Klient gerade tatsächlich erlebt. „Sie sitzen hier, Ihre Hände liegen auf den Oberschenkeln, und vielleicht bemerken Sie Ihren Atem…“ Keine Interpretation, nur Beobachtung.

  2. Linking einsetzen: Verknüpfen Sie das Beobachtete mit einem nächsten Schritt. „Und während Sie Ihren Atem bemerken, kann es sein, dass Ihre Schultern ein wenig schwerer werden…“

  3. Leading beginnen: Führen Sie sanft in Richtung Trance. „Und je mehr Sie auf dieses Schwergefühl achten, desto tiefer können Sie sich entspannen, auf Ihre eigene Art und Weise.“

  4. Utilisation einbauen: Wenn der Klient hustet oder sich bewegt: „Und mit jedem Geräusch können Sie noch tiefer in diese Entspannung sinken.“

  5. Metapher einweben: Erzählen Sie eine kurze Geschichte, die das Therapieziel spiegelt, ohne es direkt zu benennen.

 

Dos & Don’ts für die sichere Anwendung:

 

  • Klären Sie vorab Kontraindikationen (Psychosen, akute Suizidalität, schwere Persönlichkeitsstörungen).

  • Holen Sie immer eine informierte Einwilligung ein, schriftlich und dokumentiert.

  • Arbeiten Sie nie ohne Notfallplan für unerwartete Reaktionen (Abreaktionen, Dissoziation).

  • Drängen Sie Klienten nicht in tiefere Trancezustände, als sie bereit sind einzugehen.

  • Verwenden Sie keine Direktsuggestion bei Klienten, die Kontrolle als zentrales Thema haben.

 

Profi-Tipp: Beim Pacing ist weniger mehr. Viele Anfänger sprechen zu schnell und zu viel. Verlangsamen Sie Ihr Sprechtempo auf etwa 60 % Ihrer normalen Geschwindigkeit und machen Sie Pausen. Die Stille arbeitet.

 


Mit den Händen wird anschaulich gezeigt, wie die Pendeltechnik in der Hypnose angewendet wird.

Ericksonsche vs. klassische Hypnose: Was passt wann in Ihre Praxis?

 

Der Hauptunterschied liegt nicht in der Tiefe der Trance, sondern in der Haltung: Klassische Hypnose arbeitet direkt und suggestiv, Ericksonsche Hypnose indirekt und ressourcenorientiert. Die moderne Praxis mischt beide Stile situativ, je nach Klient und Ziel.

 

Kernunterschiede auf einen Blick:

 

  • Klassische Hypnose setzt hohe Suggestibilität voraus. Ericksonsche Hypnose funktioniert auch bei skeptischen oder analytischen Klienten.

  • Direktive Techniken sind schneller bei klar definierten Symptomen (z. B. Raucherentwöhnung mit motiviertem Klienten). Indirekte Techniken brauchen mehr Zeit, wirken aber nachhaltiger bei komplexen Themen.

  • Bei Widerstand ist die Ericksonsche Methode klar überlegen: Sie macht Widerstand zum Werkzeug.

  • Klassische Hypnose ist leichter zu erlernen und zu standardisieren. Ericksonsche Hypnose erfordert mehr Übung, Supervision und Präsenz.

 

Wann welcher Ansatz sinnvoller ist:

 

Situation

Klassisch-direktiv

Ericksonsch-indirekt

Motivierter Klient, klares Symptom

Gut geeignet

Auch möglich, aber aufwendiger

Analytischer, skeptischer Klient

Wenig geeignet

Klar bevorzugt

Komplexe psychosomatische Themen

Begrenzt

Gut geeignet

Akute Schmerzkontrolle (z. B. medizinisch)

Oft ausreichend

Ergänzend sinnvoll

Coaching-Ziele (Selbstwirksamkeit, Angst)

Eingeschränkt

Bevorzugt

Die sinnvollste Empfehlung für die Praxis: Lernen Sie beide Stile. Wer nur indirekt arbeitet, verliert Effizienz bei einfachen Fällen. Wer nur direkt arbeitet, scheitert bei einem Drittel der Klienten. Die Fähigkeit zur situativen Anpassung ist wichtiger als die strikte Zugehörigkeit zu einem Stil.

 

Wofür wird Ericksonsche Hypnose eingesetzt und was sagt die Forschung?

 

Die wichtigsten Indikationen sind Angststörungen, chronische Schmerzen, psychosomatische Beschwerden, Raucherentwöhnung und Coaching-Ziele wie Selbstwirksamkeit oder Leistungsangst. Die Evidenzlage ist je nach Anwendungsfeld unterschiedlich stark.

 

  • Chronische Schmerzen: Gut belegt. Hypnose als Ergänzung zu medizinischer Behandlung zeigt konsistente Effekte bei Schmerzreduktion.

  • Angststörungen und Phobien: Moderat belegt. Hypnotherapeutische Verfahren wirken als Ergänzung zu kognitiv-behavioralen Methoden.

  • Raucherentwöhnung: Moderat belegt. Effekte variieren stark je nach Motivation und Methode.

  • Psychosomatische Beschwerden (Reizdarmsyndrom, Spannungskopfschmerz): Moderat bis gut belegt, besonders für Reizdarmsyndrom liegen mehrere kontrollierte Studien vor.

  • Trauma und PTBS: Begrenzt belegt als Einzelverfahren. Ericksonsche Techniken werden häufig als Ergänzung zu EMDR oder traumafokussierter KVT eingesetzt.

  • Coaching-Ziele (Prüfungsangst, Selbstvertrauen): Begrenzt formal belegt, aber in der Praxis weit verbreitet und klinisch plausibel.

 

Forschungshinweis: Trance ist nach Erickson keine Schlafphase, sondern ein Zustand erhöhter Fokussierung mit veränderten Gehirnrhythmen. Dieses Verständnis hat die Forschung zur Hypnose als Problemlösungs- und Kreativitätswerkzeug wesentlich beeinflusst.

 

Für Fachleute gilt: Ericksonsche Techniken sind kein Ersatz für evidenzbasierte Hauptverfahren bei schweren psychischen Störungen. Sie wirken am stärksten als Ergänzung, als Vertiefungswerkzeug oder bei Klienten, die auf andere Methoden nicht ausreichend ansprechen.

 

Was Sie bei einer Erickson-orientierten Ausbildung in Deutschland wirklich beachten müssen

 

Eine seriöse Ausbildung macht Sie nicht in einem Wochenendkurs klinisch arbeitsfähig. Das ist keine Kritik, sondern eine Realität, die viele Anbieter verschweigen. Realistisches Ziel eines Einsteigerkurses ist ein solides Grundverständnis der Prinzipien und erste praktische Erfahrung. Klinische Handlungsfähigkeit entsteht durch Aufbaukurse, Supervision und eigene Fallarbeit.

 

Checkliste: Was eine seriöse Ausbildung mitbringen sollte

 

  • Klare Angaben zu Teilnahmevoraussetzungen (Berufsausbildung, Vorerfahrung)

  • Hoher Praxisanteil: mindestens 50 % der Unterrichtszeit in Übungen und Rollenspielen

  • Supervision als fester Bestandteil, nicht als optionales Add-on

  • Falldokumentation und Reflexionsaufgaben zwischen den Modulen

  • Transparente Angaben zu Zertifikaten und deren Anerkennung (z. B. durch M.E.G. oder Berufsverbände)

  • Lehrende mit nachweisbarer klinischer Erfahrung, nicht nur Ausbildungshintergrund

  • Klare Kostenaufstellung ohne versteckte Nachfolgekosten

 

Typische Lernpfade in Deutschland:

 

Stufe

Format

Dauer

Kostenrahmen

Einführung / Kurzworkshop

Präsenz oder online

1–3 Tage

Grundausbildung

Modulkurs

6 Monate

Zertifizierung (z. B. M.E.G.)

Aufbaukurs + Supervision

1–3 Jahre

Intensivausbildung

Kompaktkurs

3–6 Monate

Fragen, die Sie Ausbildern stellen sollten:

 

  1. Wie viele Supervisionsstunden sind im Curriculum enthalten, und in welchem Format finden sie statt?

  2. Welche klinische Erfahrung bringen die Lehrenden selbst mit?

  3. Welche Zertifikate werden ausgestellt, und welche Verbände erkennen sie an?

  4. Wie wird mit Teilnehmern umgegangen, die Schwierigkeiten mit bestimmten Techniken haben?

  5. Gibt es eine Möglichkeit, Kursinhalte vor der Buchung zu sichten (Probestunde, Schnupperkurs)?

 

Rote Flaggen: Versprechen wie „nach einem Wochenende therapeutisch arbeiten“, fehlende Angaben zu Lehrenden, keine Supervision im Curriculum, und Zertifikate ohne Verbandsanbindung.

 

Ethik, Sicherheit und rechtlicher Rahmen in Deutschland

 

Hypnotherapie in Deutschland bewegt sich innerhalb klar definierter berufsrechtlicher Grenzen: Psychotherapeuten arbeiten nach dem Psychotherapeutengesetz (PsychThG), Heilpraktiker nach der Heilpraktikerregelung, Coaches ohne Heilkunde-Erlaubnis ausschließlich im nicht-klinischen Bereich.

 

Konkrete Pflichten für die Praxis:

 

  • Schriftliche Aufklärung über Methode, Ablauf und mögliche Reaktionen vor jeder Sitzung

  • Informierte Einwilligung dokumentieren, datenschutzkonform aufbewahren

  • Kontraindikationen aktiv abklären: Psychosen, akute Suizidalität, schwere Persönlichkeitsstörungen, Epilepsie

  • Notfallmanagement vorbereiten: Was tun bei Abreaktionen, Dissoziation oder unerwarteten emotionalen Krisen?

  • Supervisionsprotokolle führen, besonders bei komplexen Fällen

  • Grenzen der eigenen Qualifikation kennen und einhalten: Coaches dürfen keine Diagnosen stellen und keine Behandlung psychischer Erkrankungen anbieten

 

Rechtlicher Hinweis: Wer als Coach ohne Heilpraktikererlaubnis oder psychotherapeutische Approbation Hypnose anwendet, darf dies ausschließlich im Rahmen von Persönlichkeitsentwicklung und Coaching, nicht zur Behandlung von Krankheiten. Bei Unklarheiten zur eigenen berufsrechtlichen Situation empfiehlt sich die Konsultation einer rechtlichen Fachperson oder des zuständigen Berufsverbands.

 

Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Für Fragen zur eigenen berufsrechtlichen Situation wenden Sie sich an einen Fachanwalt oder Ihren Berufsverband.

 

Wie Hypnose-Erfolg Ericksonsche Ansätze in der Ausbildung vermittelt

 

Der Kern der Ausbildungsphilosophie bei Hypnose-Erfolg ist Präsenz vor Technik. Teilnehmer lernen nicht, ein Skript fehlerfrei abzulesen, sondern ruhig und handlungsfähig zu bleiben, wenn ein Klient nicht sichtbar in Trance geht, unerwartet reagiert oder eine Technik nicht sofort greift. Das ist der Unterschied zwischen einem Techniker und einem Therapeuten.

 

Was das Curriculum konkret umfasst:

 

  • Grundlagen der Erickson’schen Hypnose: Utilisation, Pacing/Leading, indirekte Suggestionen, Metaphernarbeit

  • Nonverbale Hypnose und körperorientiertes Arbeiten: Hypnomassage, Mesmerismus, Körperwahrnehmung

  • Praktische Übungseinheiten mit echten Klientensituationen, nicht nur Rollenspiele unter Kollegen

  • Supervision als fester Bestandteil, nicht als optionales Modul

  • Falldokumentation und Reflexion zwischen den Einheiten

  • Umgang mit Widerstand, unerwarteten Reaktionen und ethischen Grenzsituationen

 

Erfahrungsberichte von Teilnehmern und Fallstudien aus der Praxis sind auf der Ausbildungsseite von Hypnose-Erfolg einsehbar.

 

Wer sich unverbindlich über das Kursangebot informieren möchte, findet eine Übersicht aller aktuellen Formate auf der Kursübersicht von Hypnose-Erfolg.

 

Profi-Tipp: Buchen Sie Ihren ersten Kurs nicht nach dem Curriculum, sondern nach dem Ausbilder. Schauen Sie sich an, wie die Person selbst kommuniziert, ob sie Präsenz ausstrahlt und ob sie klinische Erfahrung mitbringt. Das Curriculum ist das Gerüst. Der Ausbilder ist das Gebäude.

 

Wichtige Erkenntnisse

 

Die Ericksonsche Hypnose ist kein Spezialverfahren für Ausnahmefälle, sondern eine Grundhaltung, die jede therapeutische und coaching-orientierte Sitzung flexibler und klientenzentrierter macht.

 

Thema

Details

Kernprinzip

Utilisation, indirekte Suggestion und Pacing/Leading machen den Ansatz widerstandsresistent und klientenzentriert.

Anwendungsfelder

Gut belegt bei Schmerz und Psychosomatik; als Ergänzung zu KVT und EMDR bei Angst und Trauma sinnvoll.

Ausbildungsqualität

Seriöse Kurse enthalten mindestens 50 % Praxisanteil, Supervision und transparente Zertifikatsangaben.

Rechtlicher Rahmen

Coaches ohne Heilpraktikererlaubnis dürfen Hypnose nur im Coaching-Kontext einsetzen, nicht zur Krankheitsbehandlung.

Hypnose-Erfolg

Bietet praxisorientierte Ausbildungen mit Supervision, nonverbaler Hypnose und Körperarbeit für Therapeuten und Coaches.

Warum Ericksonsche Ansätze in der Ausbildung unverzichtbar sind

 

Es gibt eine Debatte in der Hypnose-Community, die mich seit Jahren beschäftigt: Braucht man Erickson überhaupt noch, wenn man doch einfach direktive Techniken lernen kann, die schneller zu erlernen sind und bei motivierten Klienten gut funktionieren?

 

Die Antwort ist ein klares Ja, und zwar nicht aus historischer Ehrerbietung, sondern aus einem praktischen Grund: Direktive Techniken versagen genau dann, wenn es schwierig wird. Bei dem Klienten, der nach zehn Minuten die Augen aufmacht und sagt, er könne sich nicht entspannen. Bei der Person, die jeden Vorschlag kommentiert und analysiert. Bei dem Coach-Klienten, der intellektuell alles versteht und trotzdem nicht loslässt.

 

Ericksonsche Ansätze lösen dieses Problem nicht durch mehr Technik, sondern durch eine andere Haltung. Widerstand wird zum Signal, nicht zum Scheitern. Das klingt einfach, ist aber in der Praxis eine der schwierigsten Umstellungen, die Therapeuten und Coaches vollziehen müssen. Wer gelernt hat, Kontrolle über den Prozess zu behalten, muss lernen, Kontrolle abzugeben und dem Klienten zu vertrauen.

 

Was mich an diesem Ansatz besonders überzeugt: Er macht Praktiker besser, auch außerhalb der Hypnose. Pacing und Leading, Metaphernarbeit, das Lesen nonverbaler Signale, das sind Kompetenzen, die in jedem Gespräch wirken, ob Trance stattfindet oder nicht. Wer Erickson wirklich verstanden hat, kommuniziert anders. Präziser, ruhiger, wirkungsvoller.

 

Die größte Falle in der Ausbildung ist die Suche nach der perfekten Technik. Erickson selbst hatte keine Lieblingstechnik. Er hatte Präsenz, Neugier und die Fähigkeit, jeden Klienten als einzigartiges Rätsel zu behandeln. Das ist lernbar, aber nur durch Übung, Supervision und echte Sitzungen, nicht durch das Lesen von Büchern.

 

Jetzt einsteigen: Passende Ausbildungsangebote bei Hypnose-Erfolg

 

Wer Ericksonsche Hypnose nicht nur verstehen, sondern wirklich anwenden will, braucht mehr als Theorie. Hypnose-Erfolg bietet Ausbildungen, die genau dort ansetzen, wo die meisten Kurse aufhören: bei der Fähigkeit, auch dann ruhig und handlungsfähig zu bleiben, wenn der Klient nicht nach Plan reagiert.


Hypnose-Erfolg

Für Einsteiger ohne Vorkenntnisse ist der Einsteigerkurs der direkte Einstieg: kompakt, praxisnah und mit sofort anwendbaren Techniken. Wer tiefer einsteigen möchte, findet mit der Komplettausbildung ein strukturiertes Programm mit Supervision, Körperarbeit und nonverbaler Hypnose. Alle aktuellen Termine und Formate, Präsenz und online, sind auf der Kursübersicht zusammengefasst.

 

Wer ein Partnerprogramm oder Gruppenkonditionen sucht, findet weitere Informationen auf der Partnerprogramm-Seite. Der nächste Schritt ist einfach: Kursseite aufrufen, Termin wählen, direkt online buchen.

 

Weiterführende Quellen, Verbände und Literaturhinweise

 

Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, findet hier die wichtigsten Ausgangspunkte für Recherche, Ausbildungssuche und Fachlektüre.

 

Empfohlene Verbände und Institutionen:

 

  • Milton H. Erickson Gesellschaft (M.E.G.): Die zentrale deutsche Fachgesellschaft für Ericksonsche Hypnotherapie. Bietet Ausbildungslisten, Fachveranstaltungen und Qualitätsstandards. Erste Anlaufstelle für die Suche nach anerkannten Ausbildungen.

  • Hypnose-Fachverband Deutschland: Informiert über verschiedene Hypnoseformen und Ausbildungsstandards.

  • Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie (DGH): Weitere relevante Institution mit Ausbildungsangeboten und Qualitätskriterien.

 

Literaturhinweise:

 

  • Milton H. Erickson, Ernest L. Rossi: Hypnotherapie (Pfeiffer, München). Das Standardwerk, das Ericksons Methodik systematisch darstellt.

  • Werner Eberwein: Humanistische Psychotherapie und seine Artikel zur Erickson’schen Trance-Einleitung. Praxisnah und gut verständlich.

  • Jeffrey K. Zeig (Hrsg.): Ericksonian Approaches (Englisch). Für Fortgeschrittene, die Ericksons Arbeit aus verschiedenen Perspektiven verstehen wollen.

 

Quellenübersicht:

 

Quelle

Inhalt

Empfohlen für

M.E.G. / Hypnose.de

Einführung in Hypnotherapie nach Erickson, Verbandsinfos

Einstieg, Ausbildungssuche

Wikipedia: Milton H. Erickson

Biografie, Werkübersicht

Historischer Kontext

Werner Eberwein: Trance-Einleitung

Praxisnahe Erklärung von Pacing/Leading und naturalistischer Induktion

Techniken, Praxisvorbereitung

Psychothek: Hypnotherapie

Wirkmechanismen, Utilisation, Wach-Trance-Verwischung

Vertiefung Prinzipien

Wissenschaftlicher Vergleich beider Stile, Ausbildungsanforderungen

Fachliche Vertiefung

Für die Ausbildungssuche ist die M.E.G.-Website der sinnvollste Startpunkt: Sie listet anerkannte Ausbildungsinstitute und gibt Auskunft über Zertifizierungsstandards. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf die Hypnose-Ausbildungsseite von Hypnose-Erfolg, die einen ehrlichen Einblick in Ausbildungsphilosophie und Lernkultur gibt.

 

Empfehlung

 

 
 
 

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